E-Werk, Erlangen

Geschrieben von Flozze


Tourbericht, 11.05.2010, DAS PACK (mit den Ohrbooten) im E-Werk, Erlangen Ich komm um 15.00 in Erlangen an. Ein kleines beschauliches Städtchen in Franken. Nach der Odyssee der letzten Tage bin ich einfach extrem happy wieder bei den Jungs zu sein. Noodt ist jetzt auch ganz lieb zu mir, weil er meinen Tourbericht von Erfurt gelesen hat. Nur wenn ich ihn darauf anspreche lässt er wieder den harten Typen raus, typisch Keyboarder halt. Die sind ja bekannt dafür mehr so Charaktere aus Eisen zu sein, wogegen man von Schlagzeugern, Sängern und Gitarristen ja behauptet sie seien mehr so Technik-Nerds, mit langen Fingern, ständig eine abgefahrene Tonleiter auf den zum Pfeifen geschürzten Lippen. Jaja. Heute ist alles ziemlich stressig, wir haben nur nen kurzen Soundcheck bevor schon die Leute eingelassen werde. Zunächst füllt sich das E-Werk, wo heute übrigens der großartige 'Gisbert zu Knyphausen' spielt, nur sehr zäh. Die Leute hängen lieber draußen im Biergarten, und ich beobachte das sehr amüsiert während ich mir Nudeln, mit Glitsche und Huhn reinziehe. Als wir dann die Bühe betreten wird es aber ziemlich schnell ziemlich voll. Und nach anfänglichen Berührungsängsten und fassungslosen Gesichtern schaffen wir es die wilde fränkische Meute in Rage zu versetzen. Wir werden begeistert angeschrien, aber auch aufgefordert uns zu rasieren, was mich wundert, denn mein Körper ist bis auf Brust, Beine und Po ungewöhnlich frisch enthaart. Diese kleinen Gören. Ungezogen, aber fröhlich, und das zählt am Ende. Auf jeden Fall sind wir heute so in Top-Form dass wir sogar eine Zugabe spielen sollen, was uns als Vorgruppe natürlich sehr ehrt. Nach dem Konzert laden wir ein, und sind froh dass es wieder trocken ist, denn während der Show hat es geregnet als wolle der liebe Gott die Welt in seiner Schlimmhaftigkeit ertränken durch sehr viel Regen. Schwein gehabt. Und dann, als die ganze Scheisse im Hänger ist, merke ich was ich eigentlich vermisst habe, und vor allem wie dolle. Endlich wieder hängen mit den Jungs und das ohne irgendwelchen Stress und Abreise morgens um 4 Uhr im Nacken. Rauchen, sich gegenseitig die Musikgeschichte erklären (I love you Tilman), Skat spielen. Herrlich, herrlich, herrlich. Ich will hier nie mehr weg. Manu ist immer noch der Scheissproll der er immer war, lässt es aber noch ein bisschen mehr raushängen. Und ich bemerke erstmals eine Marotte an ihm die mir wirklich sorgen macht. Manuel ISST Holz. Er sitzt da mit nem Stumpen Holz im Mund, von Zigarrendicke, kaut drauf rum und isst es auf. Er verspeist es. Komplett. Ich bin entsetzt. Das ist doch krank. Blöderweise gewinnt er auch noch beim Skat. Kurz danach krieche ich ins Bett, und stelle erleichtert fest dass ich auch in diesem Nightliner schlafen kann. Das hat mich wirklich beunruhigt, denn die Betten in diesem Bus sind noch kürzer als alle anderen, und ich berühre schon auf dem Rücken liegen mit dem Kopf UND den Füssen die Wände. Ekelhaft. Und das als Bauchschläfer. aber gewieft entwickle ich eine embrionale Superstellung, und schlafe wie ein bekifftes Baby. It`s so good to be back. Flozze
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