Waschhaus, Potsdam

Geschrieben von Flozze

DAS PACK im Waschhaus/Potsdam, 06.02.2011 Und bitte sehr. Klappe die nächste. Wir unterbrechen die Proben für unsere neue Platte und gehen endlich wieder auf Tour. Die letzten Tage waren stressig und ich brauche ein bisschen um das auf-Tour-sein-Gefühl wieder so richtig zu haben und zu geniessen. Dabei helfen zwei Dinge extrem: 1.) am Abend vorher treffen wir uns im Raum um zu laden. Dragan, Pensen und ich, da merkt man schon es geht wieder los. Und dann klingelt es und Timmey und Urs sind da. Wunderschön. Innerhalb von Sekunden sprechen wir wieder eine gemeinsame, völlig verrohte, gehirnlose Supersprache. Eimfach toll. 2.) 'Urban Majik Johnson' sind wieder dabei. Es wird ein Fest. Sonntag morgen brechen wir sehr früh auf, denn wir haben vor dem eigentlichen Konzert noch einen Termin bei KenFM. DIE gehaltvolle, gut aussehende, intelligente Live-Radio Sendung Deutschlands. Da können sich die ganzen NDR2s dieser Welt ma ne ordentliche Scheibe abschneiden. Finde ich. Das Thema der heutigen Sendung ist 'Mythos Backstage'. Da haben wir natürlich einiges zu erzählen. Hätten wir. Die Sendung läuft natürlich wieder völlig aus dem Ruder. Wir spielen irgendwas in Jazz und Moll. Dann kommen die Urbans. G-Man sturzbetrunken, hat schon eine Flasche Vodka intus. Ein toller Kerl. Ich schaue auf zu ihm, trinke aber ja leider nicht. Schade. Dann werden schnell die Sachen gepackt und ab zum Waschhaus, der Potsdamer Location unseres Vertrauens. Porie hat uns jedem einen Bagel gemacht. Mit getrockneten Tomaten und Käse. Das trift sich gut weil ich neuerdings kein Fleisch mehr essen möchte. Naja, vielleicht ab und zu mal ein bisschen Huhn und Fisch sowieso. Weil Fisch einfach das beste ist was es überhaupt nur gibt. Periode. (Mathematisch, nicht bio-chemisch.) Das aufbauen ist heute nicht so einfach und braucht seine Zeit, denn ich habe es länger nicht gemacht und bin total aus der Übung. Zum Glück hat der liebe Gott uns den Dragan gegeben, der in sowas der beste Mann auf der Welt ist. Soundcheck. Neue Lieder nochmal schnell durchgehen. Setliste machen. Ein heisser Haufen starker Melodien. Wieder mal. Wie immer. Dann kommen die Urbans. G-Man ist immer noch betrunken. Doll. Und spielt trotzdem wie der Teufel. Ich beginne das unsympathisch zu finden. Aber auch wieder nicht. Weil er so lieb ist zu mir immer. Die Jungs reissen eine Show der Superlative ab. 45 Minuten Brett aus der Hölle. Ich bin und bleibe Fan. Dann kommen wir. G-Man ist wieder bei Sinnen (nachdem er vermutlich sieben bis neun Liter Alkohol beim Trommeln ausgeschwitzt hat) und sagt uns an. New York Style. Bronx. Mit viel 'Shit', 'Fucking', 'Bitches' und 'This is how we do, Motherfuckers'. Eine Sensation. Das möchte ich ab jetzt bitte immer haben. Ich fühle mich wie ein echter Gansterrapper. Nur das meine Crew einfach noch viel heftiger ist. Wieder Periode. Das Publikum ist heute eine Mutter zu uns. Es hat uns lieb und lobt uns und nimmt uns in die Arme, einfach so. Ohne das wir uns das irgendwie verdienen müssen. Bedingungslose Liebe. Dieser Funken der Leidenschaft springt auf uns über und wir finden uns selbst, gegenseitig auch immer netter. Ich fühle mich wie Monika Lierhaus und möchte Pensen einen Heiratsantrag machen. Ist aber zu gay. Dann schnell was trockenes anziehen und schnell ab in`s Hotel. Wir stehe erst vorm falschen, wir bemerken das weil es einfach das schickste ist. Schnell die Köfferchen in`s Zimmer (Grüße an Anatol), dann schnell noch ne Pommes mit Hühnerschnitzel im Imbiss nebenan. Günstig, dafür aber auch nicht zu gut. Prima. Vielen Dank, auf Wiedersehen. Flozze
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