Dive In Festival, Solms

Geschrieben von Flozze

DAS PACK live in Solms, 02.09.2011 'Dive in'-Fetival Es geht wieder los, einmal noch, zum letzten mal in diesem Sommer. Unser letztes Festivalwochenende. Als wir heute in Solms ankommen werden wir freundlichst im Empfang genommen von Volker, 'Chef of alles' vor Ort. Eine große, gut ausgestattete Bühne, zahlreiche, engagierte Helfer und Herlfershelfer, ein Backstage Bereich mit leckerem, frisch zubereitetem Essen, ein Schwimmbad (!) zur freien Benutzung, alles ein Traum. Ich esse erstmal Burger und schwitze in der herrlichen Spätsommersonne. Da kann man sich gut und gerne dran gewöhnen, das gab`s ja nicht so häufig dieses Jahr. Einziges, kleines Manko: Ich hätte wirklich gerne gesehen wie unsere Nationalmannschaft heute den Österreichern den After zuballert und in`s Tal der Tränen schiesst. Naja, man muss Kompromisse machen im Leben. Pensen und ich tragen heute auf der Bühne einen Hauch von Afrika, kombiniert mit Stahl, das tragen wir aber nur von innen. Außen Simbabwe, innen Gelsenkirchener Barrock. Außen Kapstadt, innen Hagen. oder Herne. Oder so, laberlaber... Auf jeden Fall spielen wir wieder mal sehr gut, Publikum ist fast keins da und wir geniessen es und machen das beste draus. Es wird sehr viel gekichert auf der Bühne, meistens über Dragan. Oft, wenn ich traurig und alleine bin, meistens während oder nach der Tour, denke ich an Dragan`s Gesicht und dann bin ich gleich wieder froh und lache viel und lange. Denn Schadenfreude ist die geheime Geliebte eines jeden, kleinen, deutschen Mannes. Dabei möchte ich eigentlich auch gefährliche Freunde haben und vom 'Planet Paprika' kommen. Da ich das aber niemals zugeben würde, flüchte ich mich in Sarkasmus. Oder so. Also, Musik gut, Konzert toll alles wie immer, danach Burger-Schelle, viel und doll und schmutzig. Es ist ne große Freude. Man sollte vielleicht auch noch erwähnen dass die komplette Crew dieses Festivals äußerst freundlich und zuvorkommend zu uns ist. Und ich möchte ausdrücklich (!) die Security-Leute einschliessen. Was nicht selbstverständlich ist. Dann fahren wir ein Dorf weiter nach Braunfels. Klingt nach Hitler, sieht aber eher aus wie König Arthur. Eine riesige Burg thront hell erleuchtet über dem Städtchen und unten, auf dem Marktplatz über den wir unsere Koffer hinter uns her schleifen, tanzen alte Leute zu 'Let it be' in der Hard-Rock-Version mit extended Super-Blues-Gitarrensolo. Wir sind verwirrt und bleiben stehen und ein alter Herr kommt zu uns und hilft uns weiter und erklärt den Weg zum Hotel. Und zwar tut er das in (akzentfreiem) Deutsch, aber immer wieder auch mit französischen Sprichwörtern versetzt. Und zwar nicht weil er nicht besser kann, sondern weil das zum guten Ton gehört, offensichtlich. Finde ich ganz, ganz prima. Ich werde das auch in unserem Bandbus einführen, denke ich. Das Hotel ist auch wieder Gelsenkirchener Barrock, deswegen sitzen wir lieber draussen, die anderen trinken Schnaps und ich nix und wir reden über unsere Platte und das Konzert und das Leben und die Ritterburg. Ich bleibe noch lange wach um zumindest Ausschnitte vom Länderspiel zu sehen, es ist mir nicht vergönnt. Dafür gibt es viel Krieg und Elend anzuschauen im TV, die Menschen sind schon komisch. Dabei ist Fussball doch viel schöner...
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